George-Orwell-1984

George Orwell (1903-1950):

„Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen.“  

– Jean-Paul Sartre –


(Wikipedia) George Orwell (* 25. Juni 1903 in Motihari, Bihar, Britisch-Indien als Eric Arthur Blair; † 21. Januar 1950 in London) war ein englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist. Durch seine Werke Farm der Tiere und 1984 wurde Orwell weltbekannt und zählt heute mit seinem Gesamtwerk zu den bedeutendsten Schriftstellern der englischen Literatur. Er verwendete sein Pseudonym George Orwell erstmals 1933 in seinem Erlebnisbericht Erledigt in Paris und London.

 

Eine lesenswerte Zusammenfassung über das Leben von George Orwell finden finden Sie auf Wikipedia:: George Orwell

 

Youtube: George Orwell „The Animal Farm“

Youtube: George Orwell „1984“ Big Brother Is Watching You !

1984 – Eine Buchbesprechung (auf Deutsch) als Zusammenfassung, von Leonhard Rathner 

 

Ergänzend dazu:

Grimme Institut | Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft NRW | Harald Gapski (Hrsg.)

Big Data und Medienbildung

„Zwischen Kontrollverlust, Selbstverteidigung und Souveränität in der digitalen Welt“

 

Big Data = Big Brother?

 

Ja und Nein. – Das Auskundschaften und Sammeln von Informationen hat es immer schon gegeben, ob es nun Wegelagerer oder Seeräuber waren, Geheimdienste oder private Organisationen.

Auch Konkurrenten in der Wirtschaft beauftragten ab und zu über Mittelsmänner einen „Spezialisten“ um sich die Offerten der Gegenseite zu beschaffen oder um an Unterlagen zu aktuellen technischen Entwicklungen zu gelangen.

Durch die Enthüllungen verschiedener Whistleblower auf Wiki-Leaks, und Aktivisten wie Julian Assange, Edward Snowden und verschiedenen Social-Media-Journalisten, wurde die Bevölkerung in den letzten Jahren auch zur NSA-Affaire und weiteren Aktivitäten unserer „Freunde“ informiert, die bevorzugt, mit Schlapphut, Sonnenbrille und IT-Devices bewaffnet, aus den schattigen Gefilden ihres geistigen Sumpfs heraus agieren.

Der „gläserne Bürger“ ist jedoch keine Erfindung durch die IT – Industrie. Die Parlamentarische Untersuchungs-Kommission (PUK), zur Fichen-Affäre, deckte 1990 auf, dass über 900’000 Bewohner der Schweiz systematisch, durch unsere Behörden, überwacht und ausgeschnüffelt wurden, ohne den Einsatz von Computern, mit Hilfe von Informanten, auf Papier notiert und in Karteien abgelegt und auf Microfilm gespeichert.  – Das zeigt, dass nicht eine Technologie (Tatwerkzeug) ursächlich für die Tat ist, sondern der / die Übeltäter.

 

Wie kann man sich schützen:

Einen absoluten Schutz gibt es nicht, aber technische und organisatorische Möglichkeiten um situations- und stufengerecht die nötigen Vorkehrungen zu treffen.

In den 1970er & 80er Jahren bestand der Schutz zB. darin, dass man die Farbbänder der Schreibmaschinen, über die Nacht oder am Wochenende entfernte und alle wichtigen Dokumente einschloss oder Kopien mit dem Reisswolf vernichtete, die Räume mit Alarmsystemen sicherte und sporadisch durch Sicherheitsdienste kontrollieren liess.

Heute sind die Anforderungen bedeutend komplexer. Die Digitalisierung und Vernetzung fordert ihren Tribut. – Es ist einzig eine Frage der Ressourcen und des Knowhow’s, ob ein Angreifer sich Zugang zu relevanten Informationen verschaffen kann.

Dementsprechend ist es auch eine Frage, welchen Aufwand man zum Schutz von welchen Informationen oder Prozessen und Anlagen betreiben will. Letztlich waren es auch immer wieder Mitarbeiter, die für den Angriff benutzt wurden, oder gar selbst eine aktive Rolle gespielt hatten.

 

Wenn es um sehr hohe Summen geht, dann ist eben fast alles möglich:

  • Reuters | 10. März 2016 von Serajul Quadir:

Tippfehler von Hackern verhindert Milliarden-Bankraub in Bangladesch

  • Handelszeitung.ch | 17.06.2016 von Marc Badertscher:

Ethereum: Hackerangriff auf den 150-Millionen-Fonds

 

Selbstverständlich gibt es Systeme die für den normalen Fall einen sehr hohen Schutz bieten:

Nebst Virenschutz-Programmen und der Verschlüsselung von Dateien, ist zum Beispiel die ENIGMA-BOX eine empfehlenswerte und optimale Ergänzung.

 

Weitere Massnahmen:

Der physische Schutz von Geschäftsräumen und Devices (Handys, Notebooks usw) die auch ausserhalb und oft auch für private Zwecke gebraucht werden, ist ein weiterer wichtiger Punkt. – Wenn Sie sicher gehen wollen, dann lassen Sie am Besten Niemanden an die Geräte ran, auch nicht für irgendwelche „Notfälle“ usw.

Verwenden Sie keine Geräte / externe Festplatten usw. die Sie nicht von einem „sicheren Anbieter“ gekauft haben.

Lassen Sie gegebenenfalls auch ihr Unternehmen durch einen ausgewiesenen Sicherheitsexperten durchleuchten, auch wenn es ein paar Franken kostet, so ist das immer noch günstiger, als das Risiko einzugehen, dass ihre Forschungsergebnisse in die Hände von Dritten gelangen.

Weiter gehört auch dazu, dass die Bürger in einem Land dafür Sorge tragen, dass der gesetzliche Rahmen kontinuierlich angepasst wird, was jedoch nicht bedeuted, dass wir, unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung, laufend neue Gesetze zulassen um die elementaren Bürgerrechte einzuschränken.

 

Die Bekämpfung von terroristischen Organisationen, ist primär eine politische Aufgabe. – Solange es Teil der Aussenpolitik von Grossmächten ist, Regime-Change’s mit Hilfe dieser terroristischen Organisationen herbeizuführen, wird die Justiz in unseren Ländern auch nur bestenfalls einige Mitläufer schnappen, Attentate werden dadurch jedoch nicht wirklich verhindert und die Destabilisierung ganzer Nationen, verursacht millionenfaches Elend, und bildet den Nährboden für weiteres Unheil.

 

 

Nachtrag:

 

Ergänzungen folgen…